Burnout ist eine kritische Lebenssituation, die nicht von alleine, durch „Aussitzen“ oder „Durchhalten“ verschwindet, sondern sich unaufhaltsam immer weiter verschlimmert. Burnout wird häufig mit der klassischen Depression verwechselt, da viele Symptome ähnlich sind, kann auch in dieser münden und zu einem chronischen Leiden mit schweren Langzeitfolgen werden, bedarf aber eine vollkommen anderen Behandlung.

Je früher Sie Hilfe annehmen und passende Maßnahmen ergreifen, um so größer sind die Erfolgsaussichten. Zögern Sie nicht. Warten Sie nicht, bis nur noch „große Geschütze“ aufgefahren werden können.

Körperlicher und psychischer Burnout

Mit Burnout im Sinne von „ausgebrannt sein“ verbinden die Meisten ein Zustand geistig mentaler Erschöpfung. Der körperliche Aspekt wird dabei nur als Begleiterscheinung angesehen.

Generell gibt es auch den (fast rein) körperlichen Burnout, der tatsächlich passend mit einer „Erschöpfung“ zu beschreiben ist. Betroffen sind klassischerweise Bau- und Lager- und Logistikgewerbe etc. Hilfe wäre Massage, Kur, Erholung und ähnliche.

Bei der bekannteren Form des Burnout, der „geistig psychischen Erschöpfung“ (wie sie häufig von Ärzten genannt wird) helfen Massagen, Kuren und Erholungen zwar auch, aber sie behandeln nur die Symptome – nicht die Ursache. Und sie geben keine Lösungen für den Alltag und „das Leben nach dem Burnout“.

[Anmerkung: es gibt keine harte Trennung zwischen körperlichem und psychischen Burnout. Die Übergänge und Mischformen sind von Patient zu Patient verschieden. Hier sollte lediglich der Aspekt erwähnt werden, dass die Ursachen in körperlicher Überarbeitung oder psychischer Belastung und einer Kombination liegen und daher zu unterschiedlichen Leiden führen.]

 

Burnout im Vergleich zur Depression

Burnout wird häufig mit einer Form der Depression gleichgesetzt oder verwechselt. Zwar sind einige Symptome vergleichbar, aber weder der Ursprung, noch die Hilfe sind bei beiden Erkrankungen gleich.

Ein Problem, das sich aus der Tatsache ergibt, dass „Burnout“ (noch) nicht als Krankheit im Katalog (sog. ICD-10) verzeichnet und von den Krankenkassen anerkannt ist. Daher kennen auch manche Ärzte einen Burnout nicht wirklich an und attestieren „allgemeiner Erschöpfungszustand“ oder „mittelgradige Depression“ - beides ist aber nicht treffend.

Es ist daher empfehlenswert, die Diagnose zu akzeptieren, sich aber gleichzeitig gezielte Hilfe von Fachkräften für Burnout zu holen und vorsichtig im Umgang mit Therapien zur Depression zu sein.

 

 

Burnout

Depression

Grundeinstellung des Betroffenen

Glaubt nicht mehr leistungsfähig zu sein

Glauben an eigenen Charakter verloren

Charaktertyp

Lebensfroh, aktiv, engagiert

Schüchtern, traurig, zurückgezogen

Zustand

Unbeschwerte Phasen und „beste Stimmung“ (z.B. mit Freunden) sind vorhanden

Depressive „schlechte“ Phasen sind chronisch

Verhalten bei Erholungsphasen

Subjektive Besserung

Mehr Symptome durch Zeit der Selbstreflektion

 

 

Wer hilf wann

Der Verlauf des Burnout wird allgemein anerkannt in 12 Phasen / Stufen / Stadien eingeteilt. Diese sind weich ineinander übergehend, die eigene Einschätzung kann sogar mehrere Phasen umfassen. In der folgenden Tabelle können Sie diese Phasen überblicken und das Arbeitsgebiet der Burnout Berater und anderer unterstützender Stellen abzuschätzen. [Anmerkung: diese Grafik erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie können die Tabelle auch als PDF herunterladen.]

Phase

Genesung bei fachlicher Hilfe

Wer hilft?

1

 

Zwang sich zu beweisen

Bücher, Workshops, Selbsthilfe

Burnout Berater

2

Verstärkter Einsatz

3

Vernachlässigung eigener Bedürfnisse

Heilpraktiker für Psychotherapie

4

Verdrängen von Konflikten und Bedürfnissen

5

Umdeuten von Werten

5 Monate

6

Verleugnen von auftretenden Problemen

6 Monate

7

Rückzug

8 Monate

8

Beobachtbare Verhaltensänderungen

13 Monate

Psychiater / Ärzte

9

Verlust des Gefühls für eigene Persönlichkeit

19 Monate

Kliniken / Tageskliniken / stationäre Aufenthalte

10

Innere Leere

26 Monate

11

Depression (akute mittelgradige oder schwere depressive Phase)

40 Monate

12

Völlige Erschöpfung, Selbstaufgabe

65 Monate

 

Beachten Sie bitte, dass Ihre eigene Einschätzung oft von einer Einschätzung durch Freunde und Familie sowie von Fachpersonal abweichen kann, jedoch mit Hilfe von Testverfahren ausreichend gut bestimmt werden kann. Diese Testverfahren biete ich als Burnout-Berater an.